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Pressestimmen



JazzPodium (03.2010)

CD-Besprechung "music for interior spaces"

Ausschließlich aus Geigen besteht das Violet Quartet, das sich damit bewusst von vielen der heutigen Jazz-Streichensembles, die meist die klassische Quartett-Besetzung des 18. Jahrhunderts - 2 Geigen, Viola und Cello - zum Vorbild haben, unterscheidet.

Sabine Rau, Andreas Heuser, Stefan Emde und Bettina Hagemann arbeiten konsequent und musikalisch ungemein spannend mit elektronischer Verfremdung und erzeugen so mit ihren vier elektrischen Geigen ein imposantes Klangspektrum. Vom Diskant bis hin zum kraftvollen Bass sind alle Stimmlagen wie bei einem traditionellen Quartett vertreten, ja gehen gelegentlich sogar noch weit darüber hinaus.

Die 13 Eigenkompositionen der CD gehen fließend in einander über und entführen den Höher in Klanglandschaften von bezaubernder Präsens und Schönheit. Elektronik wird hier nicht als Selbstzweck oder Spielerei eingesetzt, sondern ist zentraler Bestandteil der Komposition. Hinzu kommen die virtuosen und phantasievollen Improvisationen, die sich auf alle vier Musiker/innen gleichwertig verteilen und so auch von der hohen spieltechnischen Kompetenz und Spontaneität der vier Geiger/innen zeugen. Einzig der vom kubanischen Son inspirierte Titel „Cuerda Son“ und das Abschlussstück „Doina Nouveau“, eine von Czardas und Klezmer inspirierte Komposition, fallen etwas aus dem musikalischen Rahmen. Beide Titel sind für sich genommen durchaus gelungen, wirken aber ein wenig wie Fremdkörper in der sonst in sich so stimmigen Klangreise. Die übrigen 11 Kompositionen, die fast wie ein einziges Werk erklingen, verleihen aber dieser ersten CD des Violet Quartet ein unverkennbar eigenes musikalisches Profil.

(Autor: Dr. Hanno Gräßer)



jazzthetik (06.2009)

2. ProJazz-Festival

Großartig das "Violet Quartet": Vier Geiger, abgedunkelt positioniert in den vier Ecken des großen Saals, bearbeiten ihre Saiten nicht nur mit dem Bogen, sondern entpuppen sich als fantasievolle Sound-Createure. Ein echtes Rundum-Raumklangerlebnis, das jetzt auch unter dem Titel Music For Interior Spaces auf CD erschienen ist.

(Autor: Christoph Giese)



SWR2 (29.05.2009)

Trommelfell - der Musik-Dschungel

Sind Sie weggeflogen oder sind Sie noch da? [Anm.: der gespielte Track war: "Waltz non Waltz"]

(Moderatorin: Miriam Buse)



Ruhr Nachrichten (30.03.2009)

Showcase im domicil - eine Leistungsschau der spannenden Art

[...] Ein Höhepunkt war der Auftritt des Violet Quartets. Vier Geiger hatten sich in den Ecken des Saals postiert, jeder mit Lautsprecher: Quadrophonischer Raumklang. Manchmal Weltraumklang, denn mit Effektgeräten hört sich die Violine wie ein Synthesizer an.

Während ein Musiker ein gezupftes Rhythmus-Mantra vorlegt, produzieren andere flächige Sounds oder ein Sirren. Das Ergebnis ist ein „Sphärenwalzer“, ein absolutes Hörerlebnis.

(Autor: Kai-Uwe Brinkmann)



Rhein-Neckar-Zeitung: ... ein Klangerlebnis (12.03.2009)

Weg von der Einheitskost, hin zu neuen Ufern

[...] Die Melodien durchzogen den Raum mal wie ein laues Lüftchen, dann wie eine pochende Gewitterfront. Meditative Musik, Farben und Klangwelten zum Augenschließen und zum Zuhören schwebten durch das Kirchenschiff. [...] Unterdessen war Gehör gefordert, all die Töne und Rhythmen, die Nuancen und Bilder aufzunehmen, die das Quartett mit seinen elektrischen Geigen zauberte. Und was konnte denen nicht alle entlockt werden.

(Autor: Roland Fink)



bowed radio: the violet quartet (04.06.2007)

The violet quartet is not a traditional string quartet, like so many groups, that appear on this show – they are all electric violinists...

They make great use of technology or to be honest: a lot of times electric violins sound kind of steril and highly processed, but these guys make it sound really good!

(Autor: Mark Allender, Kent (Ohio) in bowed radio, epsode 27 )



WAZ: Von hinten haucht der Wind (02./03.10.2006)

„quartet violet“ begeistert in Heilig-Kreuz-Kirche mit einer Vielfalt von Klängen. Vier E-Geigen in den Ecken der Kirche in einem außergewöhnlichen Konzert.

[...] In allen vier Ecken kann Musik stecken. Zumindest dann, wenn das „violet quartet“ auftritt. So wie am Samstagabend in der Heilig-Kreuz-Kirche beim Kulturherbst. Vier Musiker, vier E-Geigen, vier Ecken, unendlich viele, schöne Klänge.

Von unten rechts ertönt der Hauch des Windes, von vorne rechts kommt ein unheimlicher Klang auf die Zuhörer zu, von hinten links ist ein leises Zupfen zu vernehmen, die sanften Rufe der Geige von vorne links machen das Klangbild komplett. Alle Geigen scheinen sich in ihren unterschiedlichen Ausdrucksformen zu vereinen. Sie bilden eine Decke aus Tönen, die sich weich über die Zuhörer legt. Dann verebbt plötzlich die Musik. Eine Geige setzt wieder ein. Sie spielt eine kurze Melodie. Die anderen Geigen machen es ihr nach – wie ein dreimaliges Echo. Sie singen das gleiche Lied. Fast wirkt es unheimlich, so als würden sie gegeneinander anreden. Und dennoch mutet die Musik stets weich und sanft an. Es ist ein gemeinsames Spiel, ein gemeinsames Spiel der Klänge. Interessant. Experimentell.

Mit allen technischen Möglichkeiten – streichen, schlagen, zupfen – bot das „violet quartet“ ein außergewöhnliches Konzert. Bettina Hagemann, Raimund Gitsels, Andreas Heuser und Stefan Emde ließen dabei das traditionelle Zusammenspiel eines Geigenensembles weit hinter sich. Sie entführten die Zuhörer in mystische Klangwelten, entlockten ihren Instrumenten Töne, die denen von Synthesizern oder Percussions zum Verwechseln ähnelten. Zudem überzeugten sie mit Virtuosität und einem breiten stilistischem Repertoire: ethnische Klänge, Jazz, freie Improvisation, irische Folklore.[...]

(Autorin: Sabine Latterner, Foto: Gödde/HG)



Ruhr Nachrichten: Klangerlebnis mit E-Geigen (12.03.2003)

In Bodelschwingh war ein einzigartiges Ensemble mit avantgardistischen Tönen zu hören

... Sphärenklänge durchfluten die Schlosskirche als die vier Elektrogeiger mit der Eigenkomposition "Aurora Borealis" ihren Fantasien zur nördlichen Morgenröte musikalisch Ausdruck verleihen. Und während zwei Violinisten ihren elektrisch verstärkten Instrumenten rechts und links des Altarraums neuartige Töne entlocken, antworten ihnen die beiden anderen Musiker des Quartetts von der Empore herab.

Beim Konzert des Dortmunder Streicher-Ensembles "violet quartet" in der evangelischen Kirche Bodelschwingh gab es neben avantgardistischer Musik aller Stilrichtungen auch ungewohnte Klangeffekte auf unkonventionellen Instrumenten zu hören. Und dies kann sehr abwechslungsreich sein, wie es die vielen Zuhörer in der Kirche an der Parkstraße erleben konnten.

(Autor: Matthias Bloch)



violet quartet - Sabine Rau, Andreas Heuser, Stefan Emde, Bettina Hagemann

WAZ 02./03 Oktober 2006

Konzert des violet quartet in der Heilig-Kreuz-Kirche, Castrop im Rahmen des Kulturherbstes